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7 aus 2000: Die Besten Paläste in St. Petersburg

In St. Petersburg, dem „Venedig des Nordens” gibt es einige architektonische Höhepunkte und historisch wichtige Gebäude zu entdecken. Der westliche Einfluss war hier wesentlich größer als in anderen Städten Russlands. Neoklassizistische Gebäude machen einen Großteil der Altstadt Piters, wie Einheimische sagen, aus. Das historische Stadtzentrum ist mit 2.300 Gebäuden, darunter viele prunkvolle Paläste, seit 1991 UNESCO-Weltkulturerbe.

Inmitten all dieser Schönheit gibt es allerdings Gebäude, die besonders sehenswert oder geschichtlich bedeutsam sind. 7 davon haben wir hier ausgewählt, beginnend mit jenen nahe dem geographischen Stadtzentrum.

Stroganov Palace Tickets

1. Stroganow-Palais

Unmittelbar an der Prachtstraße Newski-Prospekt gelegen, beherbergt dieses Schmuckstück aus dem späten Barock Kunstwerke und Antiquitäten in Dauer- und Wechselausstellungen des Russischen Museums. Der italienische Architekt Bartolomeo Rastrelli hat das Palais entworfen, das zwischen 1752 und 1754 für den Baron Sergei Stroganow, Kopf der damals reichsten Familie Russlands, erbaut wurde. Während der Zeit der Sowjets wurde das Gebäude kurzzeitig als Nationalmuseum, danach vom Ministerium für Schiffbau genutzt. Seit 1988 ist es im Besitz des Russischen Museums. Online lassen sich Tickets für das Stroganow-Palais bereits im Voraus buchen.

Shuvalov Palace Tickets
Photo: Ninara CC-BY 2.0

2. Shuvalov-Palast

Seit 2013 ist dieses Musterbeispiel eines neoklassizistischen Palais Heimat des Fabergé-Museums. Die Adelsfamilien Shuvalov und Naryshkin nutzen das Gebäude als noble Residenz. Die Details des Bauprozesses sind heute nicht mehr bekannt, einzig, dass der Palast sich zunächst im Besitz des Grafen Vorontsov und seiner Gemahlin befand. Hier sind die weltberühmten Fabergé-Eier zu sehen, die für die letzten beiden Zaren (und ihre Nacheiferer) angefertigt wurden. Im Rahmen verschiedener Führungen erfährt man mehr zur Geschichte der Kunstgegenstände im Fabergé-Museum und zum Shuvalov-Palast selbst, ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich.

Winter Palace Tickets
Photo: Richard Mortel CC-BY 2.0

3. Winterpalast

Der Winterpalast wurde von den Russischen Kaisern und Kaiserinnen während der meisten Zeit des Russischen Kaiserreichs als Hauptsitz genutzt. Peter I. der Große setzte mit der Gründung St. Petersburgs als neue Stadt im Jahr 1703 seine Vision, Russland nach westlichem Vorbild zu modernisieren, um. In dieser neuen Stadt sollten die Gebäude und besonders der Winterpalast statt traditioneller russische Architektur mehr europäischen Vorbildern nacheifern. Verschiedene Architekten arbeiteten an der Gestaltung des Palastes, am bekanntesten ist Bartolomeo Rastrelli. Das durch seine grün-weiße Farbgebung einprägsame Palais beherbergt heute die Museumssammlung Eremitage, die von Katharina der Großen gegründet wurde und heute das zweitgrößte Kunstmuseum der Welt darstellt. Die Sammlung der Eremitage umfasst von prähistorischer Kunst bis hin zu Malewitsch, Kandinsky und Picasso eine große Bandbreite von Kunstwerken. Es sind Eintrittskarten für die Eremitage mit oder ohne Führungen auf verschiedenen Webseiten verfügbar.

Yusupov Palace Tickets
Photo: Ninara CC-BY 2.0

4. Moika-Palast/Jussupow-Palast

Für Geschichtsfans interessant: Im Moika-Palast (auch bekannt als Jussupow-Palast) wurde im Jahr 1916 der Wunderheiler Rasputin, Freund von Zar Nikolaus II., von einer Gruppe konservativer Adliger um Felix Jussupow ermordet, weil jene den Einfluss des Wanderpredigers auf den Kaiser fürchteten. Der Palais verfügt über ein eigenes Theater, das im Rahmen einer Führung, die auch die Ausstellung zu Rasputins Leben und Tod hier im Palast abdeckt, besichtigt werden kann.

Außerhalb des Zentrums

Etwas außerhalb des Zentrums gibt es beeindruckende, noch größere Anwesen wie Schloss Peterhof und die Paläste im Zarendorf Puschkin. Viele Anbieter von Touren bieten Pakete an, die den Besuch mehrerer dieser Anlagen miteinander verbinden.

Peterhof Palace Tickets

5. Schloss Peterhof

Etwa 30 km westlich des historischen Stadtkerns von St. Petersburg liegt eine große Palastanlage, die ihrerzeit als russisches Pendant zu Versailles gedacht wurde: Schloss Peterhof. Nachdem Peter der Große 1717 den französischen Hof besucht hatte, wurde die Anlage direkt nach dieser Reise umgestaltet. Die ursprüngliche Gestaltung der Anlage stammt von Domenico Trezzini, spätere Änderungen wurden durch Rastrelli, einen Liebling der kaiserlichen Familie, geplant. Das Herz der Anlage bildet der Große Palast mit seiner Inneneinrichtung im französischen Stil und großen Malereien des Russisch-Türkischen Krieges. Verschiedene Angebote für Touren zum Schloss Peterhof sind online verfügbar.

Puschkin

Zu guter Letzt befinden sich zwei weitere historisch wichtige und sehenswerte Paläste 15 Kilometer südlich des Zentrums, in Puschkin: Der Katharinenpalast mit dem weltberühmten Bernsteinzimmer sowie der Alexanderpalast. Die hohe Dichte an Prunkbauten der Kaiserfamilien ist der Grund, warum die heutige Stadt Puschkin bereits seit 1710 als Tsarskoje Selo (Zarendorf) bekannt war.

Alexander Palace Tickets

6. Alexanderpalast

Es war Katharina die Große, die im Jahr 1792 die Errichtung dieser neoklassizistischen Residenz für ihren Enkel Alexander I. in Auftrag gab. Der letzte russische Kaiser Nikolaus II. machte den Alexanderpalast noch kurz bevor die Romanow-Dynastie im Jahr 1917 entthront wurde, zu seiner Hauptresidenz. Heute ist er vor allem auch aus dem Grund bekannt, der Ort gewesen zu sein, an dem die Romanow-Familie von den Bolschewiken unter Hausarrest gestellt wurde, nachdem der Kaiser abdanken musste. Heute befindet sich hier ein Museum, das persönliche Gegenstände der Romanovs ausstellt und für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Catherine Palace Tickets

7. Katharinenpalast

Drei Generationen der Kaiserfamilie nutzten diesen pompösen Rokoko-Palast als Sommerresidenz, den Kaiserin Elisabeth (Tochter von Katharina I.) erbauen ließ. Das sagenumwobene Bernsteinzimmer befand sich ab Mitte des 18. Jahrhunderts im Katharinenpalast – heute ist hier eine beeindruckende, originalgetreue Nachbildung zu besichtigen. Als ein großes ungelöstes Rätsel der Kunstgeschichte gilt bis heute, wie und wohin das Bernsteinzimmer nach dem zweiten Weltkrieg verschwand – nur Bruchteile sind bislang wieder aufgetaucht. Führungen durch den Katharinenpalast beinhalten auch Zugang zur Rekonstruktion des Bernsteinzimmers.

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Geschrieben von

Maurizio ist Kosmopolit, Musiker und viel unterwegs. Als Content Manager bei TicketLens findet er stets neue Angebote und schreibt über Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in aller Welt.
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