Das Bernsteinzimmer ist ein einzigartiger, kunstvoll gestalteter Raum im Katharinenpalast, verziert mit Blattgold, Spiegeln und Bernsteintafeln. Das ursprüngliche Bernsteinzimmer wurde im Berliner Stadtschloss aufgebaut und 1716 Zar Peter dem Großen überantwortet, der es zur Rekonstruktion und Erweiterung in den Katharinenpalast bringen ließ. Zu diesem Zeitpunkt waren über 6 Tonnen Bernstein im Raum verbaut.. Im 2. Weltkrieg wurde einiger Aufwand betrieben, um das Bernsteinzimmer zu verstecken. Hinter Tapeten fanden deutsche Soldaten den Schatz aber schließlich und brachten das Zimmer nach Königsberg, wo es bis 1945 verblieb. Im Januar 1945 erging der Befehl Hitlers, die Kriegsbeute aus Königsberg zu verschieben, sie ging aber im folgenden Chaos verloren. Obwohl immer wieder Berichte von Sichtungen nach dem Krieg zu hören waren, scheint keine Schilderung wirklich plausibel. Nur ein sehr kleiner Teil von Fragmenten kam von der Familie eines deutschen Soldaten ans Licht, der bei der Plünderung dabei gewesen sein will. Es wird angenommen, dass das Zimmer in den 1940er Jahren also zerstört wurde. 1979 entschied die sowjetische Regierung, eine Rekonstruktion im Katharinenpalast zu bauen. Dieses Unterfangen dauerte 24 Jahre, 350 verschiedene Bernsteintöne und die Zusammenarbeit von 40 russischen und deutschen Experten für Bernsteinhandwerk. Der Raum ist dem Original so nah wie möglich nachempfunden, das unschätzbar wertvoll gewesen sein muss. Der jetzige Raum wird auf einen Wert von über 500 Mio. US-Dollar geschätzt.
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