Die Kuppel, die den Maßstab setzt
Innenmaß und Höhe betragen jeweils 43,3 m, deshalb wirkt die Rotunde wie eine perfekte Kugel aus Stein und Luft. Bleib einen Moment stehen: Die Kuppel deckt den Raum nicht nur ab, sie bündelt den Lärm Roms in einer stillen Mitte.
Das Opaion als römische Bühne
Das Opaion ist etwa 9 m breit und funktioniert wie der einzige natürliche Scheinwerfer des Gebäudes. Um die Mittagszeit wandert der Lichtstrahl langsam durch den Innenraum; wenn es regnet, fällt Wasser hinein und verschwindet durch die Abläufe im Boden.
Agrippa außen, Hadrian innen
Die Inschrift über dem Portikus ehrt Marcus Vipsanius Agrippa, dessen erster Tempel hier 27-25 v. Chr. stand. Das heutige Gebäude geht vor allem auf den hadrianischen Neubau von 118-125 n. Chr. zurück: Der alte Name blieb, während die Architektur eine neue Form annahm.
Gräber, Kapellen und eine lebendige Basilika
Die Weihe als Santa Maria ad Martyres im Jahr 609 n. Chr. half dem antiken Bau zu überleben. Heute bewahren die Seitenkapellen königliche und künstlerische Erinnerung, von Raffael bis Vittorio Emanuele II, während der Raum zur Messe wieder zum Gottesdienstort wird.