Eine Kirche mit Wurzeln bis 1518
Die erste Kirche an diesem Ort wurde 1518 geweiht. Nachdem die Jesuiten sie 1573 erhielten, wurde der Bau 1632-1633 erneuert; so entstand jener Grundrahmen, den du beim Betreten bis heute spürst.
Die barocke Neuprägung von 1716
Der Innenraum, der Besuchern am stärksten in Erinnerung bleibt, wurde 1716 unter Christoph Tausch geprägt. Daniel Gran schuf die Deckenfresken und das Hochaltargemälde, und gerade der kompakte Raum lässt die Ausstattung als ungewöhnlich geschlossenes Ganzes wirken.
Brand, Reparatur und Restaurierung
Ein Blitzschlag verbrannte 1747 Turm und Dach, doch die Gewölbe hielten stand. Spätere Reparaturen, die Renovierung von 1751, die dunklere Übermalung von 1840 und die Restaurierung von 1969-1970 formten gemeinsam jenen helleren Barockeindruck, den du heute erlebst.
Warum die Kirche für Konzerte so gut funktioniert
Weil das Kirchenschiff relativ klein ist, sitzt das Publikum nah am Ensemble und zugleich dicht unter der Freskendecke. Genau diese Größe lässt Programme mit Mozart, Beethoven, Schubert und Haydn unmittelbarer als feierlich-distanziert wirken; deshalb funktioniert der Raum für Klassik-Neulinge ebenso gut wie für Wiederkehrer.