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Stephansdom

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Der Stephansdom, Sitz der Erzdiözese Wien, ist der zentrale Punkt der Wiener Inneren Stadt und zieht im Jahr über 6 Millionen BesucherInnen an. Die gotische Kathedrale mit spätromanischen Elementen erlaubt neben einer Besichtigung des Interieurs auch Führungen durch die Katakomben oder den Aufstieg zu den Aussichtsplattformen im Nord- oder Südturm.
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Stephansdom: 4 Tipps für den Besuch

Stephansdom | Photo: Filippo Diotalevi CC-BY 2.0
1
Der frühe Vogel fängt den WurmDer Stephansdom gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Wiens. Früh morgens besteht weniger Besucherandrang, über den Tag kommen mehr und mehr Leute zur Kathedrale.
Stephansdom | Photo: filedump CC-BY-SA 2.0
2
Geld sparen mit einem KombiticketWenn du alle Bereiche der Domkirche sehen möchtest, empfiehlt es sich, vorab ein Kombiticket statt einzelner Eintrittskarten zu kaufen, um Zeit zu sparen.
3
Konzerterlebnis im Stephansdom? Wende dich an die richtigen StellenDie Männer in barocker Kleidung vor dem Stephansdom versuchen, Konzerttickets für Darbietungen zu verkaufen, die allesamt nicht im Stephansdom stattfinden. Besteht Interesse an einem Konzert im Stephansdom, kann man nach Terminen und Tickets an den Ticketschaltern oder per E-Mail unter tickets@kunstkultur.com fragen.
4
Die Regeln beachtenDie Kathedrale ist ein christliches Gotteshaus. Dementsprechend sollte sich angemessen gekleidet und verhalten werden: Keine Hüte innerhalb der Kirche, Schultern und Knie sollten bedeckt sein und es sollte nicht telefoniert werden (Fotografieren erlaubt).

Der Stephansdom: Wahrzeichen Wiens

Im Herzen Wiens, in der Mitte des ersten Wiener Gemeindebezirks, steht der Stephansdom. Seine Turmspitzen stehen für die Stadt ebenso symbolisch wie das Riesenrad im Prater.
Stephansdom | Ulmon: CC-BY-NC-SA 2.0

Historisches zum Stephansdom

Die Engelsburg verfügt über 5 Ebenen mit unterschiedlichen Ausstellungsbereichen. Die Bronzestatue des Erzengels Michael befindet sich auf der Terrasse, die auch als Aussichtsplattform über Rom fungiert.

Die ursprüngliche Kirche wurde zwischen 1137 und 1147 erbaut, unterlag aber ständigen Erweiterungen und Erneuerungen - so auch noch heute. Eigentlich sollte der Dom nur Pfarrkirche sein, ab 1469 wurde sie aber Bischofssitz, bevor sie schließlich 1722 zum Sitz eines Erzbischofs erhoben wurde.

Die Kathedrale überlebte den 2. Weltkrieg fast unbeschadet, wurde aber im Jahr 1945 durch ein Feuer beschädigt. Das Dach sowie das alte Chorgestühl fielen diesem Feuer zum Opfer. 1952 wurde der Stephansdom nach Renovierung wieder für Gäste geöffnet. Auch Trauerfeiern für berühmte österreichische Persönlichkeiten fanden und finden hier statt, zuletzt für Niki Lauda.
Interieur des Stephansdoms | Flickr: John Menard CC-BY-SA 2.0

Besichtigung des Stephansdoms: die wichtigsten Infos

Da das Gebäude sehr viele unterschiedliche Teile hat, lonht sich eine Führung durch kompetente Guides.

Im Inneren des Doms

Hier befinden sich 18 Altäre mit unterschiedlicher Größe und Bedeutung, von denen der Hochaltar sowie der Choraltar wohl die wichtigsten darstellen. Die gotische Kanzel, die Grabstätte von Prinz Eugen von Savoyen sowie Reliquien des Hl. Valentin sind weitere Highlights der Kathedrale. Die atemberaubende Orgel wird gegenwärtig restauriert.

Katakomben und Krypta

Im Rahmen von Führungen können auch die Katakomben des Stephansdoms besichtigt werden. Hier liegen Mitglieder verschiedener Fürstenfamilien, darunter auch der Habsburger, sowie diverse Bischöfe begraben. Angeschlossen sind 30 Grabkammern, in denen zur Zeit der Pestepidemie die Gebeine tausender Verstorbener aufeinander gestapelt wurden.

Die größte Glocke Österreichs: die Pummerin

Seit 1957 hängt die neue Pummerin im Nordturm/Adlerturm. Sie ist die drittgrößte freischwingende Glocke in einem Kirchturm und erklingt nur zu besonderen Anlässen und zum Jahreswechsel. Teilweise stammt das Gussmaterial aus eingeschmolzenen osmanischen Kanonen der Belagerungen Wiens.
Aussicht auf Wien | Ulmon: CC-BY-NC-SA 2.0

Aussicht auf Wien von den Türmen

Der Nord- und Südturm des Stephansdoms lassen sich beide für eine großartige Aussicht auf Österreichs Hauptstadt nutzen, nur der niedrigere Nordturm verfügt allerdings über einen Aufzug.

Den unvollendeten Nordturm (auch als Adlerturm bekannt) kann man entweder per Aufzug oder zu Fuß erklimmen. Er ist 68 Meter hoch und wurde nie vollendet. Im Südturm befindet sich kein Aufzug, es müssen also 343 Treppenstufen bis zur Spitze auf 136 Metern überwunden werden. Von hier aus hat man eine großartige Aussicht auf Wien. Leider ist der dritthöchste Aussichtsturm Wiens nicht barrierefrei zugänglich und der Aufstieg kann so kann auch für Familien mit kleinen Kindern eine Schwierigkeit darstellen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Zeit sollte ich für eine Besichtigung einplanen?

Die kostenfrei zugänglichen Bereiche des Stephansdoms sind in unter einer Stunde komplett zu besichtigen. Ein Aufstieg auf den Südturm dauert etwa 20 bis 25 Minuten, die Führung durch die Katakomben 30 Minuten. Alles in allem würde man in diesem Fall bis zu 3 Stunden im Stephansdom verbringen. Mehr erfahren.

Kann man hier auch an Messen teilnehmen?

Ja, es finden täglich mehrere heilige Messen in der katholischen Pfarrkirche statt. Diese beginnen an Wochentagen ab 6:30 und am Wochenende ab 7:30 Uhr, eine lateinische Messe wird jeden Sonntag und an gebotenen Feiertagen um 111:00 Uhr gefeiert. Auf Englisch finden Messfeiern jeden Samstag um 19:00 Uhr statt. Die Möglichkeit zur Beichte besteht zwischen 7:00 und 21:45 Uhr, im Sommer sowie an Sonn- und Feiertagen können diese Zeiten jedoch variieren. Mehr erfahren.

Die höchsten Aussichtsplattformen in Wien

Foto
Gebäude
Höhe
Höhe der Aussichts-plattform
Geöffnet seit
Wien
StephansdomWien | Österreich
136m#3 in Wien#3 in Österreich#79 weltweit
72m#3 in Wien#3 in Österreich#80 weltweit
1160
DC TowerWien | Österreich
250m#2 in Wien#2 in Österreich#67 weltweit
220m#1 in Österreich#61 weltweit
2013
DonauturmWien | Österreich
252m#1 in Wien#1 in Österreich#66 weltweit
165m#2 in Österreich#68 weltweit
1964
weltweit
Burj KhalifaDubai | VAE
828m#1 in VAE#1 weltweit
585m#1 in VAE#1 weltweit
2010
Empire State BuildingNew York | Vereinigte Staaten
443m#3 in Vereinigte Staaten#17 weltweit
373m#3 in Vereinigte Staaten#14 weltweit
1931
EiffelturmParis | Frankreich
324m#1 in Frankreich#42 weltweit
276m#1 in Frankreich#36 weltweit
1889
Stephansdom belegt Platz 3 in Wien und Platz 80 weltweit auf der Liste der höchsten Gebäude mit einer Aussichtsplattform.

Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten:

Die Kathedrale ist für MessbesucherInnen von 6:00 bis 22:00 sowie von 7:00 bis 22:00 an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Die Bereiche, die mit Audioguide besucht werden können sowie die Katakomben sind von 9:00 bis 11:30 Uhr sowie werktags 13:00 bis 16:30 Uhr und sonn- und feiertags von 13:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Süd- und Nordturm sind täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Adresse:

Stephansdom
Stephansplatz 3
1010 Wien

Eintrittskarten:

Der Eintritt in die Kathedrale erfordert kein Ticket, lediglich für Katakomben und die Türme wird Eintritt verlangt. Ein Kombiticket, dass alle Teile des Stephansdoms umfasst, kostet für Erwachsene 14,50 € und 3,90 € für Kinder. Ein Audioguide kostet 6 € (2,50 € für Kinder von 6 bis 14 Jahren), die Führung durch die Katakomben 6 € (2,50 € für Kinder von 6 bis 14 Jahren), der Nordturm ebenfalls 6 bzw. 2,50 € und der Südturm 5 € (3 € für Schüler von 15 bis 18 und 2 € für Kinder von 6 bis 14 Jahren).

Anfahrt:

Der Stephansdom befindet sich direkt gegenüber eines Aufgangs der U-Bahn-Station Stephansplatz, die von den Linien U1 und U3 bedient wird. Ebenso verkehren hier die Buslinien 1A und 3A. Die Parkmöglichkeiten im 1. Wiener Gemeindebezirk sind beschränkt, nahe der Kathedrale befindet sich das gebührenpflichtige, private Parkhaus City Stephansplatz. Ansonsten wird die Nutzung von Park- and Ride-Angeboten empfohlen.
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