1713 bis 1725: die kaiserliche Stallanlage
1713 beauftragte Kaiser Karl VI. Johann Fischer von Erlach mit der Planung einer großen Stallanlage an diesem Ort. 1725 war die Hauptfassade fertiggestellt: rund 400 m barocke Front, die bis heute eine monumentale Kante im Zentrum von Wien bildet.
1850 bis 1918: Reithallen und Messe-Übergang
Zwischen 1850 und 1854 kam die Winterreithalle hinzu; weitere Erweiterungen folgten. Nach dem Ende der Habsburgerzeit 1918 wurde das Areal als Messepalast zum Messebetrieb umgenutzt und wechselte damit von höfischer Infrastruktur zu einem öffentlichen Stadtraum.
1986 bis 2001: Neuentwurf, Bauphase und Eröffnung
Ein zweistufiger Wettbewerb 1986 gab den Startschuss für den modernen Neuentwurf; 1998 begann die Bauphase. Am 30. Juni 2001 eröffnete das MuseumsQuartier in seiner heutigen Form – als Verbindung restaurierter barocker Bauten mit zeitgenössischen Museumsbauten in einem integrierten Quartier.
Warum das Areal architektonisch bis heute einzigartig wirkt
Das heutige MQ umfasst rund 110.000 m². Besonders prägend ist der architektonische Kontrast zwischen dem hellen Kalksteinblock des Leopold Museum und der dunklen Basaltmasse des mumok. Genau diese Gegenüberstellung macht das Quartier schon vor dem ersten Galerieeingang unverwechselbar.