Kaiserliche Stallungen und barocke Fassade
1713 beauftragte Kaiser Karl VI. den Architekten Johann Fischer von Erlach mit dem Entwurf kaiserlicher Stallungen an diesem Ort. 1719 begann der Bau, 1725 war die lange barocke Fassade vollendet. Diese 355 m lange Front prägt bis heute den großen ersten Eindruck vom Maria-Theresien-Platz.
Messen, Kriegsschäden und neue öffentliche Nutzung
Nach dem Ende der Monarchie zog 1921 die Wiener Messe in die früheren Stallungen ein und formte sie zum Messepalast um. Danach prägte schwerere Geschichte den Ort: Propagandaausstellungen von 1938 bis 1945, Bombenschäden 1945 und die Rückkehr zum Messebetrieb 1946.
Das Kulturquartier von 2001
Das moderne MQ-Projekt ging aus Wettbewerbsphasen 1986-1987 und 1989-1990 hervor; nach Bau und Übergabe folgte schließlich die große Eröffnung am 21. Juni 2001. Das Ergebnis ist kein abgeschlossener Museumscampus, sondern ein öffentlicher Stadtraum, in dem Ausstellungen, Cafés, Performances und Hofleben ineinandergreifen.
Warum die Architektur so anders wirkt
Heute umfasst das MQ 114.310 m² und vereint 61 kulturelle Institutionen. Der helle Block des Leopold Museum und die dunkle Basaltmasse des mumok bilden den klarsten visuellen Kontrast, während die Höfe dem großen Maßstab menschliche Nähe geben.