Diese Ausstellung fokussiert die Transformation der Institution unter der Direktion von Dieter Ronte (1979–1989). Vertreterische Einblicke in die heterogene Entwicklung der Sammlung werden im Kontext des kulturellen politischen Rahmens und der programmatischen Entscheidungen des Jahrzehnts gesetzt. In diesem Zeitraum legte das Museum die Grundlagen für Kooperationen mit privaten Sammlern, übernahm eine aktive sozialpolitische Rolle und verfolgte strategische Käufe, die den Weg für die Schwerpunkte der Sammlung in den folgenden Jahrzehnten ebneten.
Tobias Pils gehört zu den spannendsten Malern der heutigen Zeit. Mit einer stark reduzierten Farbpalette schafft er Bilder und Zeichnungen, die abstrakte und gegenständliche Elemente in assoziative Bildwelten verweben. Seine Arbeiten befassen sich sowohl mit elementaren als auch persönlichen Themen wie Geburt und Tod oder Werden und Vergehen und verhandeln zentrale Fragen der Malerei.
Die Ausstellung „Mapping the 60s“ basiert auf der Überlegung, dass bedeutende gesellschaftspolitische Bewegungen des 21. Jahrhunderts in den 1960er-Jahren verwurzelt sind. Bewegungen wie Black Lives Matter und #MeToo sind das Ergebnis der damaligen antirassistischen und feministischen Bewegungen. Auch die gegenwärtigen Diskussionen über Krieg, Mediatisierung und Technisierung sowie Konsum und Kapitalismus reflektieren diesen Kontext. Die Entwicklungen der 1960er-Jahre, besonders die Ereignisse rund um 1968, sind nicht nur sozial und politisch paradigmatisch, sondern auch von zentraler kulturpolitischer Bedeutung. In Wien wurde 1962 das Museum des 20. Jahrhunderts gegründet, das als Vorgänger des mumok fungiert, dessen Sammlungsschwerpunkte – Pop Art, Nouveau Réalisme, Fluxus, Wiener Aktionismus, Performancekunst sowie Konzeptkunst und Minimal Art – die künstlerischen Strömungen der 1960er-Jahre widerspiegeln.