Der Portikus am Lustgarten und die Rotunde
Der erste große Moment kommt, bevor du überhaupt vor einer Vitrine stehst. Achtzehn ionische Säulen, eine breite Treppe und der Portikus rahmen den Lustgarten wie eine Bühne. Innen verändert die Kuppelrotunde die Stimmung: antike Götter, gedämpftes Licht und ein klarer Verweis auf das römische Pantheon geben dem Raum Würde, ohne ihn kühl wirken zu lassen.
Griechische Kunst von der Bronzezeit bis Athen
Im Hauptgeschoss führen dich die griechischen Galerien von frühen Formen zu den klaren Linien der klassischen Kunst. Achte auf die sogenannte Berliner Göttin, die Sosias-Schale mit Achilles und Patroklos und darauf, wie bemalte Gefäße Mythen in dichten Szenen erzählen. Wenn du gerne zeichnest oder genau hinsiehst, lohnt sich hier Geduld.
Etruskische und römische Räume im Obergeschoss
Im Obergeschoss ändert sich das Tempo. Etruskische Grabbeigaben, Dachschmuck, römische Porträts, Mumienporträts und der Hildesheimer Silberschatz lassen die Antike persönlicher und häuslicher wirken. Nach den griechischen Galerien lohnt es sich, hier langsamer zu werden: Gesichter, Tafelgeschirr und Grabobjekte machen die alte Welt plötzlich menschlich.
Kleine Objekte mit großen Geschichten
Betrachte die kleineren Vitrinen nicht als Nebensache. Münzen aus dem Münzkabinett, Gemmen, Kameen, Glas und Elfenbeinobjekte zeigen Macht, Handel, Mode und private Glaubenswelten im Taschenformat. Sie sind außerdem eine gute Pause, wenn die großen Skulpturräume voll wirken.