Heinz Berggruens Rückkehr nach Berlin
Heinz Berggruen wurde 1914 in Berlin-Wilmersdorf geboren, verließ 1936 das nationalsozialistische Deutschland und machte nach dem Krieg in Paris Karriere als Kunsthändler. Die emotionale Wendung kam Jahrzehnte später: 1995 gelangte seine Sammlung als langfristige Leihgabe in den westlichen Stülerbau; im September 1996 öffnete sie in seiner Heimatstadt für das Publikum. Diese Vorgeschichte gibt dem Museum mehr Gewicht als einer gewöhnlichen Präsentation einer Privatsammlung.
Picasso und Klee im Zentrum
Der Schwerpunkt der Sammlung ist eher konzentriert als enzyklopädisch. Mehr als 120 Werke von Pablo Picasso zeichnen einen langen Bogen vom Frühwerk bis zum Spätstil, während rund 70 Werke von Paul Klee einen ruhigeren, poetischen Gegenpol setzen. Mit den Scherenschnitten von Matisse und den Figuren von Giacometti entsteht ein fokussierter Dialog zwischen prägenden Stimmen der Moderne.
Ein Stüler-Bau an der Schloßstraße
Das Gebäude zählt, noch bevor du die Kunst siehst. Die Zwillingsbauten von Friedrich August Stüler wurden 1859 gegenüber dem Schloss Charlottenburg vollendet, ursprünglich mit militärischer Funktion und städtebaulicher Wirkung. Kriegsschäden, die Wiederherstellung 1958, der Ankauf der Sammlung im Jahr 2000 und die Erweiterung 2013 bilden die historischen Schichten der heutigen Sanierungsgeschichte.