Von Hammaburg zur Hafenstadt
Die Erzählung des Museums reicht von Hammaburg um 800 n. Chr. bis zur Hafenstadt, die durch Handel, Migration, Wiederaufbau und Debatten zum modernen Hamburg wurde. Genau dieser Bogen macht den Ort auch bei geschlossenen Türen bedeutsam: Er erklärt die Stadt jenseits schöner Hafenbilder.
Ein Museum auf einer Bastion
Der Standort gehörte einst zur Bastion Henricus, einem Teil der im 17. Jahrhundert von Jan van Valckenborgh geprägten Befestigungen. Als Fritz Schumacher das Museum entwarf, setzte er die Stadtgeschichte nicht in eine neutrale Hülle, sondern direkt auf einen alten Verteidigungsrand von Hamburg.
Fragmente in den Mauern
Das Gebäude wurde selbst Teil der Sammlung. Gerettete Architekturstücke aus alten Bürgerhäusern, dem früheren Rathaus, dem Großen Brand von 1842 und dem Bau der Speicherstadt fanden ihren Weg in Fassaden und Hallen; wer am Museum vorbeigeht, begegnet also auch geborgenem Hamburg.
Sammlungen mit stadtweiter Reichweite
Vor der Schließung umfasste das Museum rund 530.000 Objekte, von Schiffs- und Stadtmodellen bis zu Textilien, Münzen, Möbeln, Gemälden und Spuren jüdischen Lebens, Auswanderung, Handel, Theater, Mode und Hafen. Für geschichtsinteressierte Besucher erklärt diese Breite, warum die Wiedereröffnung Gewicht haben wird.