Vom Desvalls-Anwesen zum öffentlichen Garten
Der Garten entstand ab 1791 auf dem Anwesen von Joan Antoni Desvalls; die erste große neoklassizistische Phase war 1808 abgeschlossen. 1971 wurde er zum öffentlichen städtischen Park, 1994 folgte eine umfassende Restaurierung. Diese Schichten spürst du beim Rundgang: Der Ort ist nicht nur schönes Grün, sondern eine erhaltene aristokratische Landschaft, die an das moderne Barcelona angepasst wurde.
Neoklassizistische Terrassen und das Eros-Labyrinth
Der bekannteste Weg führt ins Zypressenlabyrinth, wo die Statue des Eros wartet und das kurze, absichtliche Verlorengehen zum Spiel wird. Darum herum steigt der neoklassizistische Garten über Terrassen mit Pavillons, toskanischen Säulen, Brunnen und mythologischen Bezügen an. Wenn das Labyrinth gesperrt ist, erzählen die Terrassen trotzdem die Geschichte von Liebe und Ordnung.
Der romantische Garten verändert die Stimmung
Links des neoklassizistischen Kerns wird der Park lockerer, schattiger und melancholischer. Der romantische Garten des 19. Jahrhunderts tauscht Symmetrie gegen Moos, wilder wirkende Vegetation, Wasser und das Thema Tod. Das ist der richtige Bereich, wenn du nach dem Labyrinth langsamer gehen willst, statt zur nächsten Fotoszene zu hetzen.
Die Restaurierung von 2025 gehört zur Besuchsgeschichte
Die jüngste Restaurierung ist weit mehr als ein kleiner Formschnitt. Sie erneuert 2.211 Zypressen, rund 1,5 km Labyrinthwege, Beläge und ein effizienteres Tropfbewässerungssystem. Wenn das Labyrinth vollständig angewachsen ist, sollte es grüner und historisch klarer wirken; bis dahin solltest du Sperrungen eher als Denkmalpflege denn als Pech betrachten.