Ein Museum, das Picasso in Málaga wollte
Die Idee reicht bis 1953 zurück, als Picasso und Juan Temboury Álvarez erstmals einen Ort für sein Werk in der Stadt entwarfen, in der er geboren wurde. Nachdem wichtige Ausstellungen in Málaga 1992 und 1994 neuen Schwung brachten, eröffnete das Museum schließlich am 27. Oktober 2003. Diese lange Vorgeschichte verleiht dem Ort mehr emotionale Tiefe als einem gewöhnlichen monografischen Museum.
Der Palacio de Buenavista gehört zur Geschichte dazu
Der Palacio de Buenavista ist keine neutrale Hülle. Der andalusische Palast aus dem 16. Jahrhundert verbindet Renaissance- und Mudéjar-Elemente, steht über Resten eines älteren nasridischen Palasts und liegt mitten in der Altstadt von Málaga. Diese Schichtung spürst du fast genauso stark, wie du sie siehst.
Die Sammlung umspannt acht Jahrzehnte
Die Kernsammlung mit 233 Werken lässt dich Picasso über Malerei, Skulptur, Keramik und Druckgrafik hinweg verfolgen, statt ihm nur in einer einzigen Schaffensphase zu begegnen. Genau deshalb funktioniert das Museum für Erstbesuchende ebenso wie für Wiederkehrende: Der Rundgang verändert immer wieder deinen Blick darauf, was "Picasso" eigentlich bedeutet.
Die Archäologie fügt eine zweite Stadtgeschichte hinzu
Unter dem Palast erinnern phönizische und römische Spuren daran, dass es hier auch um Málaga selbst geht. Die Stadtschichten unter den Galerien machen aus dem Kunstbesuch einen vielschichtigen Halt, in dem Herkunft, Erinnerung und die tiefen Schichten der Stadtgeschichte zusammenkommen.