Vom phönizischen Hügel zum römischen Theater
Der Hang war schon lange vor der Palastfestung strategisch wichtig. Phönizier siedelten hier um 600 v. Chr.; später bauten die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. das Theater darunter. Deshalb wirkt der Blick von der Calle Alcazabilla so dicht: Du siehst Jahrhunderte, die fast senkrecht übereinanderliegen.
Die Palastfestung von Malaqa
Die ersten schriftlichen Hinweise auf die Festung stammen aus dem Jahr 755 n. Chr., und die islamische Alcazaba wurde nach und nach mehr als eine reine Verteidigungsanlage. Unter den Hammudiden und später unter Badis aus der ziridischen Taifa von Granada entstanden Palasträume, doppelte Verteidigungen und eine Architektur, die Macht demonstrierte und Angreifer zugleich aufhielt.
Plaza de Armas und Palastgärten
Die Überraschung kommt, wenn die Festung weicher wird. Die Plaza de Armas öffnet sich zu einem hispano-arabischen Garten mit Wasserläufen, Backstein, Stein und Blicken zum Hafen. Hier hört der Ort auf, nur wehrhaft zu wirken, und bekommt etwas Bewohntes. Genau deshalb lohnt es sich, hier langsamer zu werden.
Restaurierung und Stadtsymbol
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der obere Festungsbereich stark verfallen; die Unterschutzstellung von 1931 und die folgenden Restaurierungen gaben ihm jedoch eine neue Zukunft. Persönlichkeiten wie Juan Temboury, Leopoldo Torres Balbás und Fernando Guerrero-Strachan Rosado machten aus einer bedrohten Ruine wieder eines der klarsten Symbole von Málaga.