Der Tempel des Olympischen Zeus steht am Fuße der Akropolis. Seine 14 erhaltenen Säulen ragen 17 Meter in die Höhe. Er war der größte Tempel des antiken Griechenland und seine Geschichte ist lang und kompliziert. Der Bau begann um 550 v. u. Z. am Ort eines bereits früher existenten Heiligtums, wurde aber angehalten, als Hippias, Sohn des Tyrannen Peisistratos im Jahr 510 v. u. Z. aus der Stadt vertrieben wurde. Laut Überlieferung galt es den Athenern als Hybris, ein Gebäude mit solch monumentalen Ausmaßen zu erbauen. Antiochus IV hingegen, der sich selbst als körperliche Manifestation Zeus’ auf Erden sah, verfügte die Wiederaufnahme der Arbeiten. Nachdem der Tempel zur Hälfte erbaut worden war, wurde das Projekt abermals gestoppt. Als die Römer über Athen herrschten, besuchte Kaiser Hadrian die Stadt und ermöglichte die Fertigstellung des Zeustempels. Im Jahr 132 n. u. Z. war das Gebäude schließlich fertig und beherbergte eine riesige Statue des Zeus aus Gold und Elfenbein. Leider fiel er schon im Jahr 267 der Plünderung der Stadt durch die Heruler zum Opfer. Theodosius II., christlicher römischer Kaiser, verbot schließlich im Jahr 425 den Zeuskult zusammen mit der Verehrung der anderen griechischen und römischen Gottheiten. Teile der Bausubstanz des Tempels wurden dann für andere Bauten in Athen verwendet, sodass im Jahre 1436 nur noch 21 Säulen standen. Die ersten Ausgrabungen fanden hier 1889 unter der Leitung von Francis Penrose statt und heute steht die Stätte unter dem Schutz des griechischen Staates.
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