Gründung 1345 unter König Phayu
Thailändische historische Quellen datieren die Gründung des Tempels auf 1345, als König Phayu die erste große Bauphase im heutigen Altstadtgebiet einleitete. Von dort aus lässt sich der Ort als zentrales Lanna-Referenzheiligtum lesen – nicht als isolierter Schrein.
Ausbau 1347 und früher Tempelname
Die gleiche thailändische Chronologie beschreibt eine zweite Ausbauphase um 1347 und überliefert den frühen Namen Wat Li Chiang Phra. Das erklärt, warum die Anlage architektonisch geschichtet wirkt statt wie aus einem Guss aus nur einer Bauphase.
Phra Buddha Sihing und Identitätswandel
Aus den Quellen geht hervor, dass während der Regierungszeit von König Saen Mueang Ma Phra Buddha Sihing von Chiang Rai hierher überführt wurde. Mit dem Eintreffen dieses heiligen Bildes wurde Wat Phra Singh zu einem der wichtigsten spirituellen Bezugspunkte in Chiang Mai.
Anerkennungsmeilensteine 1935 und 1940
Zwei in thailändischen Quellen häufig genannte Eckdaten aus dem 20. Jahrhundert sind die nationale Denkmalerfassung vom 8. März 1935 und die Erhebung zum erstklassigen königlichen Tempel am 23. November 1940. Diese Meilensteine erklären, warum die Anlage heute zugleich lebendiger Gebetsort und geschütztes Kulturerbe ist.