Von der Boutique 1894 zum Stadtwahrzeichen
Das erste Geschäft von Galeries Lafayette öffnete 1894 in der Rue Lafayette als kompakte Kurzwaren-Boutique mit 70 m². Gerade deshalb wirkt die heutige Mehrgebäude-Struktur am Boulevard Haussmann so beeindruckend. Diese Wachstumsstory spürst du beim Wechsel zwischen Coupole, Men's und Gourmet.
Die Art-Nouveau-Transformation von 1912
1912 brachte die große Erweiterung die Kuppel und die theatralische Sprache der zentralen Halle. Die Glasstruktur umfasst rund 1.000 m² und macht Tageslicht selbst zum Erlebnisbestandteil. Selbst ohne Einkauf ist der Moment unter diesem Gewölbe ein vollwertiges Paris-Erlebnis.
Kriegszeit, Erhalt und spätere Erneuerung
Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Verglasung ausgebaut, um Bombenrisiken zu verringern, und nicht alle Originalteile kamen zurück. Spätere Restaurierungen stellten Stabilität und visuelle Kontinuität wieder her, damit die Kuppel zentral für die Identität des Hauses bleibt. Was du heute siehst, ist zugleich Erbe und präzise Rekonstruktion.
Rooftop-Rituale und der Glasswalk
Heute ist das Dach ein praktischer Stadtblickpunkt, an dem Eiffelturm, Opera Garnier und Sacre-Coeur in einer Achse liegen. Für einen stärkeren Adrenalinmoment bietet der Glasswalk einen 9 m langen transparenten Weg in rund 16 m Höhe über dem Innenraum. Dieser Kontrast aus ruhigem Panorama und kurzem Nervenkitzel prägt den modernen Besuch.