Von Sforza-Macht zum Stadtmuseum
Einen Wendepunkt markiert der 25. März 1450, als Francesco Sforza und Bianca Maria Visconti als Herrscher Mailands gefeiert werden. Danach wächst die Burg zur herzoglichen Residenz, leidet unter französischer und spanischer Militärnutzung und wird später von Luca Beltrami neu geprägt, dessen Restaurierung ab 1893 zur 1905 vollendeten Torre del Filarete führt.
Pietà Rondanini im Spanischen Hospital
Seit 2015 beherbergt das ehemalige Ospedale Spagnolo die letzte, unvollendete Pietà Rondanini von Michelangelo. Der Raum verändert die Stimmung des Besuchs: Nach Backsteinhöfen und Wehrtürmen wirkt die Skulptur zerbrechlich, nach innen gekehrt und fast privat.
Acht Museen mit einem Ticket
Ein einziges Museumsticket öffnet eine erstaunlich breite städtische Sammlung. Du wechselst von mittelalterlicher Skulptur im Museo d'Arte Antica zu Gemälden in der Pinacoteca, von Design und Wandteppichen in den angewandten Künsten zu rund 900 Instrumenten im Musikmuseum und weiter zur erneuerten Galleria Antico Egitto.
Zinnen, Geheimgänge und Skyline-Blicke
Die Merlate Panoramiche zeigen die Burg zugleich als Residenz und als Verteidigungsanlage. Die kürzere selbstständige Route über dem Cortile della Rocchetta eröffnet einen Blick von oben auf die Backsteingeometrie, während geführte Wege in die Strada Coperta della Ghirlanda das alte Militärsystem sichtbar machen.