Die Insel Alcatraz befindet sich etwa 2 Kilometer von der Küste San Franciscos entfernt im Meer und wurde historisch bereits als Basis eines Leuchtturms, Militärstützpunkt, Militärgefängnis und letztlich Bundesgefängnis genutzt, bevor sie im Jahr 1986 zum Nationalen historischen Denkmal erklärt wurde. Als Bundesgefängnis wurde die Insel für als Besonders schwierig geltende Gefangene aus den ganzen USA genutzt. Aufgrund der gefährlichen Strömungen und des kalten Wassers rund um die Insel galt das Gefängnis als eines, aus dem Ausbrechen unmöglich war. Einige Häftlinge versuchten es dennoch, es gibt aber keinen Beweis, dass einer von jenen es je lebend ans Ufer schaffte. Aus Kostengründen wurde das Gefängnis im Jahr 1963 geschlossen. Von 1969 bis 1971 besetzten indianische AktivistInnen die Insel, um zu fordern, dass jegliches verlassene oder nicht mehr genutzte Land im Besitz der Vereinigten Staaten den Native Americans zurückgegeben wird. Während der Besetzung wurden einige Gebäude beschädigt, und Graffitis zeugen bis heute von diesem geschichtlichen Ereignis. Verschiedene Indianergruppen halten bis heute verschiedene Zeremonien auf der Insel ab, insbesondere an Thanksgiving und am Columbus Day. Alcatraz ist mit jährlich 1,8 Mio. Gästen eine der beliebtesten Touristenattraktionen San Franciscos. Die Insel und das Gefängnis haben einen einzigartigen Platz in der amerikanischen Popkultur und sind Teil unzähliger Bücher, Fernsehserien und Filme.
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