Ein Kulturprojekt mit Wurzeln im Jahr 1998
Die Wurzeln des Projekts reichen bis 1998 zurück, und Casa de la Memoria eröffnete Anfang 1999 als Flamenco-Kulturzentrum. Ende 2012 zog das Haus von der Ximénez de Enciso im Barrio de Santa Cruz an den heutigen Standort in der Calle Cuna. Genau diese Entwicklung erklärt, warum die Bühne zugleich etabliert und bewusst geformt wirkt.
Ein Hauspalast aus dem 15. Jahrhundert, kein beliebiges Theater
Der heutige Standort befindet sich in einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, in dem sich früher die Stallungen des benachbarten Palasts der Gräfin von Lebrija befanden. Ein blumenreicher Innenhof, Backsteinwände und Steinflächen verleihen dem Abend schon vor dem ersten Ton eine unverkennbar sevillanische Atmosphäre. Wenn du Orte magst, an denen die Architektur einen Teil der Geschichte erzählt, ist genau dieses Detail entscheidend.
Der erste Eindruck zählt
Noch bevor die Künstler auftreten, lenkt der Weg durch den alten Hauspalast den Abend weg von einem beliebigen Theaterbesuch und hin zu einem klar in Sevilla verankerten Erlebnis.
Warum der Raum anders klingt
Das Theater ist intim und halbkreisförmig angelegt; seine Raumform erinnert an die alten Cafés Cantantes. Weil die Künstler ohne Mikrofone und ohne Verstärkung auftreten, nimmst du den Biss der Gitarre, die Wucht des Gesangs und die Schärfe der Fußarbeit viel unmittelbarer wahr. Genau diese Nähe ist der eigentliche Vorzug der Bühne.
Jeder Abend verändert sich mit der Besetzung
Die Bühne beschreibt jede Aufführung als Mischung aus unterschiedlichen Flamenco-Stilen und wechselnden Künstlern statt als feste Besetzung mit immer demselben Programm. Das macht sie besonders interessant für einen weiteren Besuch und vermittelt Erstbesuchern zugleich in einer Stunde einen breiteren Eindruck von Flamenco. Du buchst einen lebendigen Aufführungsraum, kein Museumsstück.