Von der Gründung 1936 bis zur Wiedereröffnung 2017
Das Museum wurde 1936 gegründet, lange bevor seine heutige Gestalt entstand. Nach der Verwüstung Warschaus im Zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt wiederaufgebaut, und eine umfassende Renovierung zwischen 2014 und 2016 führte im Mai 2017 zur Wiedereröffnung des Hauptsitzes. Was du heute siehst, ist also nicht nur eine Sammlung, sondern Teil der Rekonstruktionsgeschichte der Stadt selbst.
Warum die Altstadthäuser so wichtig sind
Der Hauptsitz erstreckt sich über 11 verbundene Bürgerhäuser an der Nordseite des Altstädter Marktplatzes, mitten im UNESCO-geschützten historischen Zentrum von Warschau. Du betrittst also keinen neutralen Museumscontainer, sondern Räume, Decken, Durchgänge und Aussichtspunkte, die die Textur der Stadt bereits in sich tragen. Darum wirken selbst die Übergänge zwischen den Galerien wie Teil der Ausstellung.
Dinge statt Chronologie führen durch den Besuch
Die Hauptausstellung gliedert sich in drei Stränge: The Things of Warsaw, The Warsaw Data und The History of Tenement Houses. Zusammen verteilen sie 7.352 Originalobjekte auf 21 Themenräume und lassen dich deine eigene Version der Stadt zusammensetzen, statt dich durch eine einzige Schulbuch-Chronologie zu schicken. Wenn du gern selbst Verbindungen knüpfst, wird das Museum gerade hier besonders fesselnd.
Die Objekte, auf die du zuerst achten solltest
Beim ersten Besuch lohnt der Blick besonders auf jene Stücke, die abstrakte Geschichte fest im Raum verankern: die originale Meerjungfrau vom Altstädter Marktplatz, die mehr als 500 Jahre alten Gewänder der letzten masowischen Herzöge und das monumentale Wandbild von Wojciech Fangor. Genau diese Objekte verhindern, dass das Museum bloß korrekt und pflichtbewusst wirkt. Sie machen es lebendig.