Ein Zoo, der in Barcelona verwurzelt ist und nicht außerhalb liegt
Weil der Zoo im Parc de la Ciutadella liegt, fühlt sich der Besuch in die Stadt eingewoben statt von ihr getrennt an. Die Parklandschaft reicht bis zur Weltausstellung von 1888 zurück, und genau dieses städtische Setting prägt die Atmosphäre bis heute: Bäume, offene Wege und die historische Geografie Barcelonas machen daraus etwas deutlich Weicheres als eine rein funktionale Familienattraktion.
Die Eröffnung von 1892 prägt den Ort bis heute
Der Barcelona Zoo öffnete am 24. September 1892, nachdem Lluís Martí-Codolar seine Tiersammlung der Stadt angeboten hatte und die neue Institution im Parc de la Ciutadella Gestalt annahm. Dieser Ursprung erklärt den Ort bis heute besser als jeder moderne Slogan: Gedacht war er als öffentlicher Stadtzoo, nicht als abgelegener Park am Stadtrand.
Snowflake veränderte das weltweite Bild des Zoos
Als Snowflake, vor Ort Floquet de Neu, 1966 ankam, erhielt der Zoo plötzlich weltweite Aufmerksamkeit. Seine Geschichte liegt bis heute über dem Gorillabereich, und der Abschied von 2003 gehört zu den emotionalsten Kapiteln der Institutionsgeschichte. Selbst Wiederkehrer spüren dieses Erbe, wenn sie rund um die Primatengehege bewusst das Tempo herausnehmen.
Der Tiermix ist vielfältiger, als Erstbesucher erwarten
Offiziell zeigt der Zoo rund 2.000 Tiere aus mehr als 300 Arten, und für einen Standort mitten in der Stadt wirkt der Rundgang angenehm abwechslungsreich. Zu den aktuellen Hauptattraktionen gehören westliche Flachlandgorillas, Borneo-Orang-Utans, Rothschild-Giraffen, afrikanische Buschelefanten, Humboldt-Pinguine und iberische Wölfe. Gerade mit Kindern hält diese Vielfalt die Energie hoch, weil sich die Stimmung von Bereich zu Bereich sichtbar verändert.
Land of Dragons ist der Überraschungsbereich
Der ungewöhnlichste Bereich ist Land of Dragons, die erste vollständig erneuerte Anlage des Zoos. Ihr 140 m langer Immersionsrundgang arbeitet mit Höhlenblicken, Unterwasserperspektiven und gestufter Vegetation, um Komodowarane und andere Arten aus dem asiatisch-pazifischen Raum viel filmischer in Szene zu setzen, als man es in einem Stadtzoo normalerweise erwartet.
Naturschutz gehört heute zur Erzählung dazu
Die Geschichte des Zoos endet nicht bei Nostalgie. Das Forschungs- und Naturschutzprogramm von 2009 und die spätere Stiftungsarbeit haben die Institution stärker in Richtung Wissenschaft, Artenschutz und Bildung verschoben. Genau deshalb verbindet der Besuch heute Familienfreizeit mit einer deutlich klareren Botschaft zur Biodiversität als viele ältere Stadtzoos.