1912: modernistische Industrie von Josep Puig i Cadafalch
Der Komplex entstand im Jahr 1912 als Textilfabrik Casaramona, entworfen vom Architekten Josep Puig i Cadafalch. Sichtziegel, Eisenkonstruktion, katalanische Gewölbelogik und handwerkliche Dekordetails prägen das Erscheinungsbild bis heute.
1919 bis 1963: Schließung, Umnutzung und Erwerb
Nach der Schließung der Fabrik im Jahr 1919 wurde das Areal während der Internationalen Ausstellung von 1929 weitergenutzt. Ab 1940 passte man es für berittene und fahrzeugbezogene Polizeifunktionen an. Im Jahr 1963 wurde es für den Umbau zum Kulturzentrum erworben.
2002: Neueröffnung als CaixaForum Barcelona
Nach umfassender Wiederherstellung und Sanierung wurde der Ort im Jahr 2002 als CaixaForum Barcelona neu eröffnet. Die von Arata Isozaki geprägte Zugangssituation und die Plaza stehen am Montjuïc in einem klaren Dialog mit Bezügen zum Mies van der Rohe-Pavillon.
Worauf du beim Rundgang durch die Anlage achten solltest
Beim Wechsel zwischen den Galerien lohnt ein Blick auf Ziegeltexturen, Eisenelemente und handwerkliche Details wie Keramik- und Steinornamente, die die vielen Bauphasen überstanden haben. So wird aus einem Museumsstopp ein deutlich dichteres Architekturerlebnis – besonders bei Wiederholungsbesuchen.