Die Maschinen sind zum Ausprobieren da
Das hier ist kein Museum für flüchtiges Schilderlesen. Die offiziellen Seiten sprechen von 65 interaktiven Maschinen nach den Codices von Leonardo da Vinci; dadurch fühlt sich der Besuch eher wie das Erproben von Ideen an als wie das Betrachten stummer Objekte. Genau dieser Mitmach-Rhythmus macht den Stopp für Erstbesuchende und Familien so zugänglich.
Hologramme und Themenvitrinen geben Kontext
Auf etwa 1.000 m² ergänzen neun Hologramme und sieben Themenvitrinen die großen Holzmaschinen um Anatomie, Botanik, Architektur, Theater und mehr. So kippt der Besuch nicht in eine einzige technische Tonlage. Gerade im Wechsel zwischen Schauwert und Erklärung findet der Rundgang seinen eigentlichen Rhythmus.
Der Untergrund verändert die Stimmung
Der letzte unterirdische Teil zeigt das Grab des Aulus Hirtius, eines Gefolgsmanns von Julius Caesar, der 43 v. Chr. starb. Es wurde 1938 entdeckt und liegt noch immer im Wasser des antiken Euripus-Kanals. Nach den spielerischen Maschinen oben bekommt der Besuch durch diese dunklere römische Schicht einen überraschend stillen Schluss.
Ein Renaissancepalast rahmt den ganzen Besuch
Der Palazzo della Cancelleria wurde ab 1485 zwischen dem heutigen Campo de' Fiori und dem Corso Vittorio Emanuele II errichtet, und die Ausstellung empfängt hier nachweislich seit 2009 Schulgruppen. Genau deshalb wirkt dieser Stopp so römisch: Renaissancehülle, moderne Multimedia-Route und antike Grabschicht an einer einzigen Adresse.