1647 bis 1661: erster großer Bau
1647 wurde am heutigen Standort der St. Michaelis Church der Bau einer größeren Kirche beschlossen. Nach dem Tod des Baumeisters Christoph Corbinus wechselte die Bauleitung, und 1661 wurde die erste große Kirche eingeweiht – zunächst ohne Turm. Diese frühe Phase legte Lage und Maßstab fest, die das Bauwerk bis heute prägen.
1750 und 1762: Blitz und Rückkehr
Am 10. März 1750 schlug der Blitz in den Turm ein, und die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Wiederaufbau begann schnell, und 1762 konnte der Neubau unter Baumeister Ernst Georg Sonnin eingeweiht werden, nachdem Johann Leonhard Prey zuvor verstorben war. Du siehst hier ein Bauwerk, dessen Widerstandskraft in der Architektur steckt.
1906 bis 1912: die dritte Kirche
Eine zweite Brandkatastrophe zerstörte die Kirche 1906 erneut – während Reparaturarbeiten am Turm. Der Wiederaufbau folgte Sonnins Form sehr genau, nutzte für Turm und Dachstuhl jedoch Stahl und Beton, und 1912 wurde die dritte große Kirche eingeweiht. Dieser Materialwechsel erklärt, warum das Wahrzeichen historisch und zugleich für seine Zeit konstruktiv modern wirkt.
Warum der Turm die Skyline weiter anführt
Mit 132 m bleibt der Turm der St. Michaelis Church ein klarer Orientierungspunkt über dem Zentrum von Hamburg, und der Aufstieg zeigt, wie nah Hafen, Altstadt und moderne Waterfront beieinanderliegen. Der Blick ist nicht nur schön, sondern auch Orientierung auf einen Blick. Deshalb funktioniert dieser Stopp für Erstbesuche genauso gut wie für Wiederholungen.