Erdgeschoss: Räume, Werkzeuge und Arbeitswelt
Du beginnst nah am Alltag und sehr greifbar: mit den Räumen zu Kraków und Podhale, einer Töpferofen-Nische, einer Ölmühle, einer Walkmühle, einem Schulzimmer und hölzernen Architekturmodellen. Diese Ebene zeigt sofort, dass sich das Museum dafür interessiert, wie Menschen tatsächlich lebten, arbeiteten und ihren Alltag gestalteten, nicht nur für dekorative Folklore.
Erste Etage: Tracht, Familie und Ritual
Oben richtet sich die Erzählung auf Trachten, bäuerliche Familie und Gemeinschaft, traditionelle Ökonomie, Handwerk, Musikinstrumente sowie Weihnachts- und Osterbräuche. Erstbesucher und besonders Familien finden hier meist am schnellsten hinein, weil Kleidung, Haushalt und Jahresrituale der Sammlung ihr klarstes menschliches Maß verleihen.
Zweite Etage: ein offeneres Gespräch
Die oberste Etage wechselt in eine kunstbasierte Ausstellung aus der Sammlung des Museums. Der Ton wird hier offener und nachdenklicher, weniger klassifizierend und stärker darauf ausgerichtet, einzelne Werke und Objekte mit dem älteren Material darunter ins Gespräch zu bringen. Bleib dabei, wenn du Museen magst, die zum Schluss eigensinniger statt einfacher werden.
Dom Esterki als optionaler zweiter Akt
Wenn du nach dem Rathaus noch Energie hast, zeigt dir das Dom Esterki an der ul. Krakowska in rund 100 m Entfernung die Seite des Museums mit den Wechselausstellungen. Diese Ergänzung passt am besten zu Wiederholungsbesuchern, ausstellungsorientierten Reisenden oder allen, die den Tag etwas gegenwärtiger und weniger rein sammlungsbezogen ausklingen lassen möchten.