Zuerst kamen Handel und Lagerhäuser
Bevor das Viertel zum Wochenendmagneten wurde, war dies die kaufmännische Seite von Belfast, geprägt vom Wohlstand aus Leinen und Schiffbau. Dieser Ursprung zeigt sich bis heute im engen Straßenraster, in den Lagerhausfassaden und in jenem nüchternen, arbeitsnahen Charakter, der unter Bars und Murals weiterlebt.
Die Kathedrale hat den Stadtplan geprägt
Der Name des Viertels ist kein Marketing. St Anne's Church wurde 1776 geweiht, das Kathedralprojekt begann 1895, der Grundstein wurde 1899 gelegt und das Langhaus 1904 geweiht. Die Identität des Viertels ist also tatsächlich rund um die Kirche gewachsen.
Die Assembly Rooms vertiefen die Geschichte
An der Ecke von North Street und Waring Street stammen die Assembly Rooms aus dem Jahr 1769 und verbinden die Gegend mit dem Belfast Harp Festival von 1792 sowie der Verurteilung Henry Joy McCrackens im Jahr 1798. Dadurch trägt das Viertel eine bürgerliche und politische Erinnerung in sich, die weit älter ist als sein heutiges Bild aus Bars und Nachtleben.
Die Spire of Hope hat die Skyline modernisiert
Weil die Kathedrale auf weichem sleech steht, war ein schwerer Turm nie die richtige Lösung. Die leichte Spire of Hope, im April 2007 installiert und 80 m hoch, gab dem Viertel ein modernes Zeichen, ohne den Untergrund zusätzlich zu belasten.
Die Wiederbelebung funktionierte, weil die Gassen eng blieben
Die Wiederbelebung des Viertels entstand nicht dadurch, dass sein alter Charakter geglättet wurde. Kunsträume, jährliche Festivals, Gastronomie und die städtische Präsenz der Ulster University dockten an dieselben eng verwobenen Straßen an. Genau deshalb wirkt schon ein kurzer Spaziergang dicht und reich an Musik, Poesie, Street Art und alter Handelsgeschichte.