Ein spätmittelalterliches Haus gegenüber der Synagoge
Das Gebäude bewahrt originale Elemente aus dem späten 14. Jahrhundert und steht direkt gegenüber von
Córdoba Synagoge, an der Ecke von
Calle Judíos und
Calle Averroes. Gerade diese Lage macht das Museum so überzeugend: Du begegnest jüdischem
Córdoba nicht abstrakt, sondern mitten im historischen Viertel.
Neun Räume mit je eigenem Blickwinkel
Statt einer einzigen langen Wandchronologie verteilt Casa de Sefarad die Geschichte auf Räume zu Alltagsleben, Festzyklen, Inquisition, judeospanischer Sprache, Musik, Maimonides, Diaspora und Synagoge. Gerade dadurch wirkt der Ort persönlicher. Das Gesamtbild setzt sich Stück für Stück zusammen.
Warum Córdoba dem Museum Gewicht gibt
Die mittelalterliche Judería nahm im 13. Jahrhundert Gestalt an und erlitt nach 1391 einen harten Bruch, doch die Straßen tragen die Erinnerung an das sefardische Córdoba bis heute. Namen wie Maimonides, Hasday ibn Shaprut und Yehudá ha-Leví sind hier keine bloßen Verweise. Sie erklären, warum dieses kleine Museum größer wirkt, als es zunächst scheint.
Ein Museum, in dem Kultur weiterlebt
Das hier ist keine statische Schau. Seit 2006 widmet das Haus jeden September einem eigenen Kulturprogramm; über das Jahr hinweg kommen Konzerte, Workshops, Gespräche, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen rund um Patio und Galerieräume hinzu. Das Erbe wird hier erforscht, aufgeführt und diskutiert, nicht nur gezeigt.