Richard Meiers Hügelcampus
Der Bau begann 1987, und das Getty Center öffnete 1997, doch der Ort wirkt bis heute erstaunlich frisch, weil Richard Meier ihn ebenso um das Licht von Los Angeles herum entwarf wie um seine Museumsfunktion. Travertin, offene Höfe und das klare Raster verleihen dem Campus Größe, ohne ihn kühl erscheinen zu lassen.
Der Garten gehört zur Kunst
Der 1992 beauftragte Central Garden von Robert Irwin ist weit mehr als eine schöne Pause zwischen den Galerien. Er ist ein lebendiges Kunstwerk, das sich mit Jahreszeit, Bepflanzung und dem Klang des Wassers entlang des Weges verändert. Selbst Menschen, die von sich sagen, keine Gartenmenschen zu sein, bleiben hier meist länger als geplant.
Die Galerien belohnen gezieltes Schauen
Die Pavilions North, East, South und West verlangen nicht, dass du alles siehst. Handschriften, Kunstgewerbe, Skulptur, Malerei, Fotografien und Wechselausstellungen verteilen sich so weitläufig, dass ein erster Besuch am meisten gewinnt, wenn du dir eine Richtung auswählst und sie wirklich auskostest. The Getty ist am stärksten, wenn Neugier statt Checklisten-Druck das Tempo bestimmt.
Die Aussicht gehört zur Sammlung
Vom Hügel in den Santa Monica Mountains reicht der Blick über das Straßennetz von Los Angeles bis zum Pazifik und zu den San Gabriel Mountains. Dieses wechselnde Licht draußen ist einer der Gründe, warum sich das Erlebnis im Inneren nie von der Stadt abgekapselt anfühlt. Schon eine kurze Pause im Hof schärft den Blick für die nächste Galerie.